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skoven i mit hjerte III

treasure inside

Die starkfarbigen Gemälde der dänischen Künstlerin Louise Thygesen entführen den Be­trachter immer wieder in zauberhafte Landschaften: zu geheimnisvollen Seen und Flüssen oder auch ans Meer und immer wieder in verwunschene Wälder. Inspiriert von der urtümli­chen nordischen Natur Dänemarks, bildet Thygesen die landschaftliche Vielfalt ihrer Hei­mat aber nicht einfach nur ab. Mit ihrem gestischen Pinselduktus zeigt sie Landschaften entweder stark abstrahiert oder lässt durch die Pinselgesten ganz neue Landschaften ent­stehen. Manchmal entdeckt man in diesen Landschaften präzis gemalte figurative Details: einen Raben, einen knallroten Zug, einen Leuchtturm, eine Brücke, das Teilstück eines Weges, aber auch Autowracks oder Details aus bekannten Märchen – figurative Details, die keine bestimmten Geschichten wiedergeben, sondern Quellen der Inspiration für ganz neue Geschichten sind und unsere Phantasie herausfordern.

Thygesens Farblandschaften leben von der Spannung zwischen gegenständlicher Wieder­gabe und abstrakten Farbgesten. An die Stelle der Repräsentation bestimmter Landschaf­ten, tritt die Präsenz der Malerei selbst. Es entstehen  – im wahrsten Sinne des Wortes – malerische Landschaften; Landschaften, die erst als Malerei, durch die Ausdrucksgesten der Künstlerin wirklich werden. Die Spur der malerischen Gesten verleiht den Werken ihre emotionale Natur, spiegelt die innere Bewegung der Künstlerin und macht die Gemälde auch für unser Gefühl und unsere visuelle Erfahrung wahrer. Das dynamische Wechsel­spiel zwischen Abstraktion und Realistik führt auch zu einer Mehrdeutigkeit, die den Ge­mälden eine faszinierende Wirkung gibt. Farbräume öffnen sich und lassen weitere Land­schaftsmomente entstehen. Die Textur der Malerei lädt die Betrachter zu immer neuen Entdeckungen ein. Gegenständliches wird von Farbgesten durchdrungen oder überlagert. Ab­strakte, unbestimmte Bildbereiche entstehen, die die Landschaft aber nicht verunklären, sondern eigentlich erst hervorbringen. Die Farbschleier und Farbwirbel erhöhen die Phan­tasie. Farblandschaften entstehen, die weniger dem Wanderer als dem Träumer of­fen ste­hen. Die Farbstrukturen ermöglichen immer neue Assoziationen, lassen nie gese­hene Landschaften entstehen, surreale Landschaften, Landschaften der Träume, rätsel­haft und von geheimnisvollem Zauber durchdrungen, Landschaften voll suggestiver Kraft, die nicht nur dem sehenden Auge zugänglich sind, sondern vor allem auch dem Auge der Phanta­sie. Die Gemälde entziehen sich einer denotativen Bedeutung und eröffnen statt­dessen ein weites Feld an Konnotationen. Der Prozess der Rezeption bleibt offen, immer neue Möglichkeiten ergeben sich. So machen die malerischen Ausdrucksgesten Thyge­sens einmal mehr deutlich: Malerei bildet nicht einfach nur ab, sondern ist selbst eine Wirklich­keit oder, so formulierte es einmal Paul Cézanne: „die Kunst ist eine Harmonie pa­rallel zur Natur“. Statt die Landschaften einfach nur wiederzugeben, lässt sich Thygesen von ihnen zu Bildern voller Lebendigkeit inspirieren, schafft nicht einfach nur Bilder der Na­tur, son­dern gibt der Natur ihrer Bilder eine starke emotionale und schöpferische Kraft. Da­rin be­steht der Sinn der unwahrscheinlich starkfarbigen Ausdrucksgesten der dänischen Künst­lerin. Es geht um wesentlich mehr als um Wahrscheinlichkeit: Thygesens Landschaf­ten sind visuelle Poesie.

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KU NST+ L ITERA TUR

KULTURVERMITTLUNG

 

Dr. des. Anette Ochsenwadel

Kunsthistorikerin/Literaturwissenschaftlerin

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Flachter Str. 45/1

71287 Weissach

07044/974857

0174/9316141

anetteochsenwald




 Louise Thygesen vil 
med udgangspunkt i naturen som sådan 
male et indre landskab. Et indre landskab, 
hvor naturelementerne sætter nogle 
svingninger i gang hos hende, der har med 
hendes sindsstemning, tanker og følelser 
at gøre. Louise Thygesen gengiver med 
andre ord et subjektivt sanset og fortolket 
landskab i stedet for den objektive og 
konkrete natur. 

Ikke, at der noget nyt i 
det. Mennesker har i årtusinder set 
naturen som noget besjælet og helligt, og 
det er først med vores moderne 
civilisation, at naturen er blevet betragtet 
som en ressource, vi kan udnytte efter 
forgodtbefindende. 

Med ”Skoven i mit 
hjerte” afslører Louise Thygesen, hvad 
det er, der først og fremmest har hendes 
interesse. Træet og skoven er altid blevet 
tildelt magiske kræfter. De mægtige 

stammer, de knudrede grene og de tætte 
grønne trætoppe findes som motiv i alle 
religiøse beretninger. Fra vores egen 
nordiske mytologi kender vi således 
”Livets træ” i form af kæmpeasken 
Yggdrasil. 

I ”Skoven i mit hjerte” 
er det derimod rødellen, Louise Thygesen 
har gengivet. Det eneste træ i Danmark, 
der kan gro med rødderne i vand og derfor 
ofte findes i moseområder. Præcis de 
moseområder, hvor jernalderfolket 
foretog deres ofringer og som den dag i 
dag indgyder en følelse af magi og 
mystik. 

Som landskaberne ikke 
skal ses som hørende til én bestemt 
geografisk lokalitet, er farverne heller 
ikke naturalistiske. I sine malerier skruer 
Louise Thygesen op for koloritten og 
sætter penselstrøg i klare røde, gule, 
grønne og blå farver, man ikke sådan 
finder i en dansk skov. Forklaringen er 
igen her, at vi har med indre landskaber 
og subjektive følelser at gøre. Man kan 
endda spore noget, der kan minde om en 
farvesymbolik i Louise Thygesens 
billeder med de blå nuancer gengivende 
det rolige og meditative og de røde 
kærlighedens indre flamme. Noget, vi kan 
se i ”Treasure Inside”. Et smukt og tidløst 
budskab. 

Tom Jørgensen